|
Militär in Grönland - ein kurzer geschichtlicher Abriß
Dänemarks Besetzung durch Deutschland in 1940, während des 2.Weltkrieges, brachte erneut die Frage nach der Stellung Grönlands auf. Am 9.April 1941
unterzeichnete der dänische Botschafter in Washington, Herr Henrik Kaufmann, einen Vertrag mit den USA über die Verteidigung Grönlands. Dieser Vertag räumte den USA Rechte zur Ausübung weitreichender militärischer
Aktivitäten ein und erlaubte, je nach Bedarf, den Bau von Landebahnen, Häfen und Stationen für Funk und Meteorologie. Unter Schutz dieses Vertrages etablierten die USA eine Reihe von militärischen Anlagen,
eingeschlossen Narsarsuaq, welches heute als internationaler ziviler Flughafen dient
In 1944, während des 2.Weltkrieges, wurde eine deutsche Funk- und Wetterstation an der nordöstlichen Küste von der U.S. Coast Guard
zerstört und verschiedene weitere Versuche deutsche meteorologische Stützpunkte in Grönland einzurichten wurden durch die Coast Guard Schiffe verhindert.
Bereits 1943 errichteten die Amerikaner eine Station im Gebiet von Thule. Diese zu Begin als meteorologische Station bezeichnete Sation wuchs langsam aber sicher. Im
Jahre 1946 wurde dort zusätzlich eine 1,5 km lange Landebahn angelegt. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch das Recht der Einheimischen auf eine Erstattung für die
Beschränkungen ihrer Jagdmöglichkeiten anerkannt.Die Landebahn wurde in Pituffik, einem wichtigen Gebiet für die Fuchsjagt gebaut. Die lokale Vereinigung der Jäger
erhielt von den dänischen Behörden eine finanzielle Entschädigung in Höhe von insgesamt Dkr 200,-. Heute erscheit es schwer die meteorologische Wichtigkeit des Stützpunktes von seiner
militärstrategischen Bedeutung zu trennen. Im Jahre 1947 informierte der dänische Außenminister, Hr. Gustav Rasmussen, den dänischen Botschafter in Washington, Hr.
Henrik Kaufmann, daß die Amerikaner die im Jahre 1946 gegebene Erlaubnis zur Betreibung einer Wetterstation weit über die Zwecke eines meteorologischen Dienstes
hinaus ausgenutzt hatten. Ein Jahr später verlangten die Dänen von den Amerikanern die Auflösung des Vertrages. Verhandlungen im April 1951 endeten in einem Vertrag,
der den Dänen 20 Jahre lang eine Mitverwaltung und Kontrolle der existierenden und künftig errichteten U.S. Militärstationen in Grönland sicherte. Durch den NATO Vertrag
wurde auch anderen Mitgliedsstaaten das Recht eingeräumt alle Militäranlagen auf der Insel zu nutzen. Zu Begin der 50er Jahre erweiterten die Vereinigten Staaten ihre
militärischen Operationen durch einen erheblichen Ausbau des strategischen Luftstützpunktes in Thule.
Spezielle Verweise (auf dänisch und englisch):
Militärische Radarverteidigungslinien im nördlichsten Nordamerika: Eine historische Geographie http://www.pinetreeline.org/resartg.html
Jan Iversen’s private Homepage: Thulebageren (auf dänisch) http://www.thulebageren.dk
Lars Iversen’s private Homepage: Sue & Lars Thule Airbase Grönland http://lars.iversen.com |