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Grönland wird oft mit Kälte und Dunkelheit verbunden und es kann hier natürlich auch sehr kalt werden. Es gibt aber trotzdem eine Menge Licht und
wenn auch die polare Dunkelheit oft regiert (in Qaanaaq scheit die Sonne ganze drei Monate nicht!), ist es niemals vollständig dunkel..
Grönland genießt mehr Sommerstunden im Vergleich zu anderen Plätzen länger südlich, hat jedoch längst nicht so warmes Wetter obwohl die Sonne mehr
intensiv scheint. Grönlands Sommer gibt einem sicher nicht eine Ganzkörperbräunung, jedoch bekommt man schnell einen richtig guten Taint im Gesicht und an den Händen.
Das arktische Klima
Grönlands Klima ist im Allgemeinen recht trocken und das bedeutet, daß die gleichen Temperaturen anderes empfunden werden, als in Europa. 10 - 15 C (50 - 60F) scheinen
einem sehr warm, während -10C (-50F) als sehr angenehm empfunden werden. Grönland hat im Laufe seiner geologischen Entwicklung oft Kimaänderungen
durchlaufen. So hohe Temperaturen, wie man sie im letzten Jahrhundert erlebt, hat es für 1.000 Jahre nicht mehr gegeben. Zwischen 1920 und 1960 stiegen die Temperaturen
kontinuierlich, um danach wieder abzunehmen. Ende der 60er bis Ende der 70er konnte eine Temperaturanomalie im ganzen Nordatlantik gemessen werden. Die resultierte in
ungewöhnlichen nördlichen Winden in der Grönländischen See, was wiederum zu einem erhöhten Transport von kaltem salzarmen Wasser und Meereis in die Ostgrönländischen
Strömung aus dem Arktischen Ozean führte. In den 80ern des sanken die Temperaturen auf den tiefsten Stand in dem Jahrhundert. Es gibt zwei wichtige Strömungssysteme in
diesem Gebiet: den kalten Ostgrönländischen Strom (polaren Ursprungs) und den Irmingerstrom, der warmer und mehr salzhaltig ist. Diese beiden Ströme treffen sich
südost von Grönland und fließen Seite an Seite weiter, mit etwas Vermischung im Gebiet von Kap Farvel. Von hier fließen sie dann nortwärts zur westgrönländischen Küste.
Der Grönlandstrom
Er ist ein ozeanischer Oberflächenstrom, eine Kombination aus der Wanderung des polaren Oberflächenwassers, dem Rückfluß des Nordatlantischen Stromes und der
Wasser des Irmingerstromes. Der Ostgrönlandstrom, der große Mengen Treibeis mit sich führt, fließt südlich entlang der östgrönländischen Küste und dreht dann noch
Norden in die Labradorsee. Der Strom vermischt sich mit dem wärmeren Irmingerstrom und Norwegischem Strom, was zu hervorragenden Fischgründen nahe der Küste von
Island und in Teilen der Norwegensee führt. Am südlichen Ende von Grönland (Kap Farvel) bildet ein Zweig dieses Stromes den Westgrönlandstrom, welcher entlang der
grönländischen Küste in die Davidstraße führt, wo er sich mit dem Labradorstrom vereinigt. Salzgehalt und Temperatur erhöhen sich dadurch außerhalb der
grönländischen Westküste. Im Kontrast zu grönländischen Ostküste wird die Westküste vom relativ warmen Wasser des Nordatlantiks eisfrei gehalten.
Spezielle Verweise (auf dänisch und englisch):
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